Außer Corona gab es diese Woche noch ein paar andere Sachen.

Corona

Es ist allgegenwärtig, warum damit also nicht auch den Wochenrückblick beginnen?
Nachdem es vor allem in der letzten Woche mit jedem Tag leerer im Zug und in der Stadt wurde, ist nun auch unser Büro komplett ins Homeoffice gewechselt. Es war einer der seltsamsten Freitage und das mag bei unserem Laden schon was heißen ;). Die Stimmung war nicht unbedingt angespannt, und auch chaotisch wäre das falsche Wort, denn eigentlich lief alles recht geplant und koordiniert ab. Doch diese Mischung aus „letzter Tag vor den Ferien“-Gefühl und dieser Ungewissheit, wann man das nächste Mal mit dem Kollegen um die letzte Wunderbar an der Snackbox kämpft, zerrte doch schon ganz schön an den Nerven. Und mit jedem freigeräumten Schreibtisch wurde die Situation noch ein bisschen bizarrer – wahrscheinlich auch, weil dies nun der erste wirklich große Einschnitt in mein Sozialleben durch das Coronavirus ist. Dass Restaurants, Cafés, Bars, Sportstätten, Kinos, usw. vorher schon geschlossen wurden, hat Jan und mich (wie haben früher in der Schule immer so schön gesagt) eher peripher tangiert; wir sind nicht ohne Grund aufs Dorf gezogen. Und Gott sei Dank haben wir das getan! Wenn ich bedenke, wie die jetzige Situation in unserer alten Wohnung in Hannover wäre … Mit dem Zigarettenrauch aus der Wohnung unter uns, der uns im Wohnzimmer die Tränen in die Augen trieb …
Aber jetzt sitze ich nicht nur in einem sonnendurchfluteten Arbeitszimmer, mit zig Kisten Wolle, noch mehr Pflanzen und zwei extrem haarenden Katzen, sondern kann dabei auch noch in unseren Garten schauen. Das ist schön und dafür bin ich sehr dankbar.

Garten

Wo wir schon beim Garten sind … Boah, bin ich über den Winter verweichlicht. Die paar Stunden Gartenarbeit am Wochenende sind nicht spurlos an mir vorübergegangen. Zum Glück muss ich morgen nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit. (Verdammt, doch, zumindest halb. Ich muss es noch vom Bahnhof holen.) Jedenfalls ist das große Beet jetzt bereit für die Blumenwiese, um das Gewächshaus herum ist es auch schon ordentlich und ich habe die ersten Tomaten, Kräuter und Blumen ausgesät – für die Anzucht im Zimmer. Im Gewächshaus ist es tagsüber schon muckelig warm, aber nachts wird es doch noch sehr kalt. Das Olivenbäumchen, die Feige und diverse Kräuter haben die Überwinterung darin sehr gut überstanden.

Zimmerpflanzen

Endlich konnte ich meinen Geburtstagsgutschein einlösen und eine Anthurium Clarinervium ist bei mir eingezogen. Auf die hatte ich es schon ganz lange abgesehen, aber sie war ständig ausverkauft. Eine Caladium-Knolle gabs auch gleich noch, und zwar in der Variante „Florida Clown“. Außerdem sind die Kaffirlimette und der Lorbeer, die nach wie vor übelst abgehen, in größere Pon-Töpfe umgezogen. Die Monstera bekommt ein neues Blatt; das (die?) Kurkuma treibt aus. Die Mimosen haben die ersten Federblätter. Auch die Gummibäume schieben im Pon ein neues Blatt nach dem anderen und die Peperomia Watermelon-Ableger bekommen fleißig Wurzeln. Läuft also. Ich würde es gern auf meinen intuitiven Umgang mit Pflanzen schieben, aber wahrscheinlich liegt es einfach nur am Frühling.

Hobby-Krams

Wisst ihr noch, dass ich im letzten Wochenrückblick geschrieben hatte, Kalligraphiezubehör-mäßig nicht eskaliert zu sein? Tja … Eventuell habe ich ein paar neue Federhalter und ein paar Globuseinsätze (so heißen die kleinen Metallteile, in welche die Feder geschoben wird), mit denen ich meine alten Federhalter aufgemotzt habe. Wer hätte gedacht, dass sich an so einem kleinen Ding so viel Rost ansammeln kann?
Mein Plan, zumindest einem Nibling Sütterlin schmackhaft zu machen, scheint aufzugehen, sodass ich tatsächlich die Möglichkeit hätte, mal wieder mehr mit Füller/Feder zu schreiben. Oder vielleicht schreibe ich doch mal die Noir-Geschichte, die mir seit letztem Jahr im Kopf rumspukt? Durch das Durcharbeiten meiner Sütterlin-Schreibschule, die länger werdenden Kalendereinträge und das Aufnehmen einer Brieffreundschaft ist mir klargeworden, dass das wirklich ein Hobby für mich werden könnte. Nicht, um besonders hübsche Karten oder motivierende Sinnsprüche als Wanddeko zu gestalten, sondern Schreiben um des Schreibgefühls wegen. Klingt das so albern, wie ich befürchte? Ich hoffe nicht.

Katzen

Die Katzen haben sich von einer ersten Ladung Unterwolle getrennt. Ich habe die nicht wenigen Flusen in den Meisenknödelhalter gesteckt, um den Vögeln Nistmaterial anzubieten. Ich glaube, es wurde sogar schon angenommen.

So, Fenton hat sich auf meinen linken Unterarm gelegt, was das Tippen mehr als nur ein wenig erschwert (aber schön warm ist es). Das ist ja aber auch genug Text für einen Wochenrückblick.
Bis dahin,

Unterschrift Lena