Häkeln

Projekt 192: Wie geht es weiter?

10. März 2019

Vor fast genau zwei Jahren habe ich mit Projekt 192 begonnen – die Betonung liegt auf „begonnen“. Wie bei vielen meiner Handarbeitsprojekte hat mich leider nach einer kurzen, euphorischen und produktiven Anfangsphase die Motivation verlassen, oder es kamen andere Projekte dazwischen, die zum jeweiligen Zeitpunkt interessanter waren.

Da dieses Jahr aber (mal wieder) ganz unter dem Motto „Stash abbauen“ steht (und das sogar relativ erfolgreich im Gegensatz zu anderen Jahren, siehe CroCaTent), habe ich mir meine Häkeldecke, bzw. die Einzelteile, mal wieder zur Hand genommen und in der letzten Woche ein paar Granny Squares fertiggestellt.

Und mit Blick in die Projektkiste war ich doch überrascht, dass schon ein bisschen was geschafft ist:

Projekt 192: Aktueller Zwischenstand.

Jetzt, wo ich ein paar Zeilen darüber schreibe und währenddessen das Elend die ganze Zeit vor den Augen habe, bin ich doch wieder unentschlossen, ob ich das ganze nicht doch abbrechen sollte.

Ribbeln oder nicht ribbeln, das ist hier die Frage!

Obwohl … Ribbeln würde ich hier eigentlich nicht, sondern die halbfertigen Motive entweder anderweitig verwerten oder wegwerfen. Ja, natürlich wäre es schade um das Material, aber ich habe letztens auch eine halbfertige Socke aus einem nicht so tollen Sockengarn weggeworfen und das war unglaublich befreiend (das Garn hatte ich allerdings nicht selber bezahlt).
Was spricht jetzt also für und was gegen das Fortsetzen von Projekt 192?

  • Kontra: Ich hatte mich damals bewusst für dunklere, „verschmutzungsresistentere“ Farben entschieden. Mit dem Dunkelgrau bin ich immer noch d’accord – aber in Kombination mit dem Olive-Pflaume-Dunkelgrün?! Was habe ich mir nur dabei gedacht? Das „bunte“ Print-Muster fällt zwischen all dem Dunkelgrau kaum auf und ich bezweifle, dass auch die Motivverteilung in der Decke wirklich deutlich wird.
Projekt 192, Motivverteilung
Projekt 192: Motivverteilung.
  • Pro: Katzenhaare werden auf der Farbkombi garantiert nicht auffallen.
  • Pro: Von Motiv A habe ich schon an die 40 Teile gehäkelt (jeweils Rd 1–4 von insgesamt 6), von Motiv B fliegen auch schon ein paar herum, es wäre also schade um die investierte Zeit.
  • Kontra: Auf der einen Seite habe ich aber auch viel davon auf dem Weg zur Arbeit gemacht, also wäre es nicht ganz so dramatisch, als wenn ich meine gesamte Freizeit dafür geopfert hätte.
  • Kontra: Andere Farben dazu zu kaufen, um das Design ein bisschen aufzulockern, geht leider nicht, denn neues Garn soll dieses Jahr nicht angeschafft werden. Mein Vorrat gibt leider auch nichts Passendes her.
  • Kontra: Ich hatte überlegt, einen großen c2c-Block oder etwas ähnliches einzubauen, der vielleicht schneller von der Hand geht. Aber ohne ordentliche Planung möchte ich das eigentlich nicht angehen und im Moment macht mir die Decke so wenig Spaß, dass ich auch nicht an ihr herumplanen möchte.
  • Pro: Die Garnqualität (8-fädiges Sockengarn) ist wirklich schön und pflegeleicht, wir hätten also definitiv lange etwas von der Decke.
  • Pro: Wir bräuchten überhaupt mal eine neue Sofadecke.

Eure Meinung ist gefragt!

Was meint Ihr: Augen zu und durch und die Decke fertig machen oder das Stück auf den UFO-Friedhof schicken? Und was mach ich dann mit den bereits fertigen Granny Squares?

Ich freu mich auf eure Kommentare.

Bis dahin,

Unterschrift Lena

P.S.: Hier sind noch ein paar Katzenbilder.

    1. Eigentlich können wir das machen. Ich hatte heute morgen noch eine Idee, wie man die Einzelteile reduzieren könnte. Jetzt mach ich doch noch mal nen neuen Plan.

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