WIP-Wednesday: Neues Jahr, alte Projekte

WIP Wednesday

Zum Jahresende ist es bei vielen zur Tradition geworden, liegengebliebene UFOs endlich fertigzustellen, um „unbelastet“ ins neue Handarbeitsjahr zu starten. Bei mir hat dieser Brauch noch nicht Einzug gehalten, aber sowas kann man sich ja für das neue Jahr vornehmen. Seit meinem letzten WIP-Post hat sich an den Dauer-WIPs nicht viel getan, stattdessen sind noch ein paar Projekte dazugekommen.

Projekt Alaska

Wie es zu erwarten gewesen ist, habe ich mein Cape für die Herbst-/Wintersaison 2016/17 nicht fertiggestellt. Zwischendurch habe ich ein paar, aber unwesentlich wenige Reihen gestrickt, sodass ich immer noch nicht am Beginn der Armausschnitte angekommen bin.

Das Stickbild

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich auch an dem Kreuzstichbild nicht weitergearbeitet habe. Die Kiste für meine angefangenen Projekte ist zwar ganz praktisch, aber hier trifft das Sprichwort „Aus den Augen, aus dem Sinn“ leider nur zu gut zu. Mein Ziel: Es muss ganz dringend vor dem 15. Mai fertig werden, damit es noch rechtzeitig zum Geburtstag in die Post kommt.

Die Riesenkordel

Seit ein paar Wochen verkurbele ich alle meine Baumwollgarne, und was sich noch so im Büro angefunden hat, zu einer riesigen Strickkordel in einem ebenso großen Knäuel, um mir daraus (höchstwahrscheinlich) einen Überwurf für meinen Sessel zu stricken. Meine Strickmühle von Prym läuft immer noch einwandfrei, sonst hätte ich mich wohl nicht an dieses Projekt gewagt. Ich kann mir nicht vorstellen, die 14 oder 15 Knäuel mit Stricknadeln oder einer Strickliesel zu verarbeiten. Zwischendurch habe ich die Kordel sogar von der Mühle genommen und erfolgreich wieder draufsetzen können. Sollte zwischendurch also schnell eine andere Kordel angefertigt werden müssen, wird das in Zukunft kein Problem sein.

Die Decke

Ganz tief am Boden meiner WIP-Kiste (und in einer weiteren Kiste im Arbeitszimmer) liegen einige dieser grauen Rauten. Im April 2015 hatte ich damit angefangen, meine 30 (!!!) Knäuel graues Baumwollmischgarn zu den Häkelmotiven zu verarbeiten, um daraus diese Decke zu häkeln. Die weiteren Kontrastfarben hätte ich dann bei Bedarf dazugekauft (oder das restliche Garn entsprechend gefärbt), aber so weit kam es leider nie, deshalb hatte ich das Garn zwischenzeitlich bei ebay-Kleinanzeigen eingestellt. Weil das aber niemand haben wollte, nahm ich das als Zeichen, die Decke vielleicht doch irgendwann fertigzustellen. Oder vielleicht bringe ich die restlichen Knäuel doch einfach zu Fairkauf, denn mittlerweile würde ich auch eine andere Garnwahl treffen. Leider wüsste ich auch nicht wirklich, was ich sonst aus den ganzen Knäueln häkeln könnte. Neben den 30 grauen Knäueln habe ich noch zwei in Rot und drei in Türkis, aber mit einem Anteil von 45% Acryl kann ich das Garn zum Beispiel nicht zu Lappen verarbeiten. Und sooo viele Lappen mag nicht mal ich mehr häkeln. Falls jemand Ideen hat, immer her damit.

Die Bonbon-Socke

Die Bonbon-socke habe ich bei #12von12 im Dezember schon einmal gezeigt, seitdem sind ein paar Zentimeter dazugekommen. Seltsamerweise rutscht mir beim Stricken des 2/2-Rippenmusters ständig der Faden vom Finger, deshalb verwende ich einen Strickfingerhut als Fadenführer. Das violette Plastikmodell von Buttinette hat dabei den besten Sitz und hat mir mal wieder Lust gemacht, mich endlich mal an ein paar Fair Isle-Mustern zu probieren.

Mini-Lisa

Die Mini-Lisa hat jetzt zwar ein vernünftiges Haarteil, aber ihrer Frisur fehlt immer noch der letzte Feinschliff. Und vor allem fehlt ihr noch ein passender Pullover. Da das lebensgroße Modell jedochauch immer noch mit offenen Seitennähten auf der Schneiderpuppe, habe ich ein nicht ganz so schlechtes Gewissen, dass sich die Puppe im WIP-Limbo befindet.

Die Toe-up-Socke

Mit dem schönen Seidensockengarn, das ich mir in Lübeck gekauft hatte, habe ich mich an meiner ersten Toe-up-Socke probiert, um möglichst viel des Garns verbrauchen zu können. Das hat auch ganz gut funktioniert, allerdings ist das Stricken des hohen Schafts ein bisschen eintönig für mich, sodass ich die zweite Socke erst einmal nach hinten verschoben habe. Da ich außerdem mit dem Nadelspiel und nicht mit Magic Loop oder zwei Rundstricknadeln arbeite, bin ich nicht in den vollen Genuss aller Vorteile der Toe-up-Socken gekommen, aber dazu schreibe ich an anderer Stelle vielleicht noch einmal etwas.

Die Sommer-Stola

Und zu guter Letzt habe ich kurz vor Ende des Jahres noch eine tunesisch gehäkelte Stola angefangen: in einem ganz einfachen Gittermuster und aus einem Baumwoll-Leinengarn. Im Moment wirkt es noch recht unscheinbar, aber ich glaube durch die Wäsche und ordentliches Spannen wird das Garn richtig aufblühen.

Das wär es erst einmal mit meiner Liste der Schande WIP-Liste. Ich bin selber gespannt, was ich davon in nächster Zeit fertig bekomme. Allerdings habe ich eben beim Schreiben auch ein oder zwei Ideen für neue Blog-Posts bekommen.

Bis dahin

Unterschrift Lena

Kommentar verfassen