Kulinarisches

Sauer macht lustig

3. Oktober 2018

Ich habe ja bereits einige missglückte Sauerteig-Versuche hinter mir. Bis jetzt ist es mir nur einmal gelungen, einen Teig eine Weile am Leben zu halten und auch ein wenig mit ihm zu backen – so ganz optimal war das damals aber nicht. Zudem ließ sich der getrocknete Sauerteil auch nicht wieder wirklich aufwecken.

Vor ein paar Wochen hatte ich mir dann zwei neue Backbücher und Zeitschriften gekauft, um das Experiment Sauerteig erneut zu wagen und es scheint, als sei es dieses Mal ganz wirklich erfolgreich verlaufen (nach einem erneuten ersten Fehlschlag 😉).

Die Anfänge

Ich hatte mehrere Ansätze parallel laufen, denn mein neues großes Sauerteig-Buch sprach zwar ständig von der 1:1:1-Methode (also einen Teil Sauerteig mit einem Teil Wasser und einem Teil Mehl mischen), die tatsächlichen Grammangaben beschrieben jedoch eine 2:1:1-Technik. Beide Teigversionen haben sich aber bestens entwickelt und ruhen mittlerweile im Kühlschrank, sind verschenkt, trocknen für eine dauerhafte Aufbewahrung oder sind im Moment des Schreibens im Backeinsatz.

Das Brot

Nachdem die Starter ihre ersten Tage der Fütterung überlebt hatten, wurden sie zunächst einmal im Kühlschrank eingelagert, denn die große (vor allem lang andauernde) Backaktion sollte am Wochenende erfolgen. Das brachte auch gleich den ersten Spannungsmoment mit sich: Würde der Teig wieder „aufwachen“?

Er tat es (zum Glück). Der Teig im Glas links ist für das Backen vorgesehen, der im rechten Glas wird getrocknet. Nach acht Stunden wurde der gefütterte Starter mit Mehl und Wasser zu einem Vorteig verrührt, der erneut acht bis zwölf Stunden ruhen sollte.

Sonntagmorgen (um 6:22 Uhr genau, denn vor der Schlafzimmertür schrie einer der vierbeinigen Mitbewohner und da schaut man automatisch leicht entnervt auf die Uhr) ging es dann endlich mit dem Hauptteig weiter. Zum Vorteig kamen noch einmal etwas Mehl, außerdem Salz, Butter und Honig. Dann hieß es kneten, warten, falten, warten, falten, warten, falten …

Für den ersten Versuch habe ich den Schwierigkeitsgrad etwas höher gelegt und das Brot im Gärkörbchen ruhen lassen. Zum Glück ist es einwandfrei rausgekommen, auf dem Blech ist es dann aber doch mehr in die Breite gegangen, als ich gedacht hätte.

Und so sah das fertige Brot dann aus: ein bisschen schief, aber ich sage jetzt einfach mal, dass das den rustikalen Charakter unterstreicht. Und geschmeckt hat das auch, ziemlich gut sogar.

In den nächsten Wochen will ich mich dann auch noch mit dem Sauerteig Marvin auseinandersetzen, die Sauerteig-Experimente gehen also weiter.

Bis dahin,

Unterschrift Lena

 

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