Projekt WemiWo

Den einen oder anderen überkommen sie zum Ende des Jahres und manchmal schaffen sie es sogar über das Neujahr hinaus – die guten Vorsätze.

Auch ich reihe mich dieses Jahr in den Kreis jener ein, die sich für das neue Jahr etwas vorgenommen haben. Eigentlich wollte ich schon längst darüber geschrieben haben (mit dem Vorsatz hat es offensichtlich nicht so gut geklappt), doch da ich jetzt erst etwas Richtiges zum Vorzeigen habe, stelle ich euch hiermit nun mein Projekt Wemiwo vor.
Wemiwo – Weg mit der Wolle!
Ohne Frage: Wolle (und natürlich auch viele andere Garne) ist toll. Sie ist leicht, lässt sich gut in Kisten stapeln, wird nicht schlecht und es gibt unzählige Farben und Qualitäten. Alles Gründe, warum man zwischendurch nicht das ein oder andere Knäuel kaufen sollte. Oder zwei. Und dann vielleicht noch zwei in der anderen Farbe. Schließlich braucht man ja eine gewisse Auswahl, wenn man zwischendurch das ein oder andere Projekt beginnen möchte. Und diese zehn Knäuel Baumwoll-/Kaschmirgarn sind genau richtig für dieses eine Großprojekt, das ich mir schon ganz lange vorgenommen habe. Die werden so schnell verhäkelt, dass sie erst gar keinen Lagerplatz wegnehmen. Aber vielleicht sind es auch zwanzig? Es ist nun mal nicht leicht, sich zwischen Lindgrün und Apricot zu entscheiden und außerdem hatte der Wollladen Jubiläum und es handelte sich um ein absolutes Schnäppchen und selbst wenn die Knäuel doch eine Weile liegen sollten (was sie ja nicht tun werden, denn das Kleid häkelt sich ja fast von selbst), lassen sie sich in hübschen Kisten ja schön unterbringen und lagern. Oh-oh…
Der aufmerksame Leser wird nun zu dem Schluss gekommen sein, dass sich bei mir im Laufe der letzten Zeit eventuell das ein oder zwei extra Knäuel angesammelt haben könnten. Bis vor kurzem konnte ich meine gehamsterten Schätze diskret hinter dem Sofa verstauen, das zufällig genau eine Kistenbreite von der Wand entfernt stand. Nach unser großen Umräumaktion musste ich meinen Wollbunker jedoch abbauen, sodass die Kisten im Flur zwischengelagert werden.
Zu meiner Verteidigung: In einer der Kisten befinden sich Stickstoffe, kein Garn! Allerdings, und das muss ich zu meiner Schande gestehen, ist das noch nicht einmal alles. Die „gute“ Kiste mit den Edelhaar-Einzelknäueln steht noch auf dem Zwischenboden und das kleine Regal mit den sechs Körben voller (ja, natürlich) Garn steht bereits im neuen Wohnzimmer.
Deshalb (jetzt komme endlich zu meinem Vorsatz für dieses Jahr) habe ich mir vorgenommen, erst meinen Garnvorrat massiv abzubauen, ehe ich mir neue Wolle gönne.
Tatsächlich bin ich meinem Vorsatz bis jetzt sogar treu geblieben und habe mir nicht nur keine Wolle gekauft, sondern auch schon 241 m verbraucht. Das entspricht unglaublichen 1,205 Knäueln des verwendeten Garns. Herausgekommen sind diese Häkel-Socken nach einer Anleitung aus der neuen Simply Häkeln.
Zu meinem Vorhaben hat mich übrigens nicht nur der immer höher werdende Turm an Kisten inspiriert, sondern auch der Blog von Frl. Unordnung, die in ihren Posts über ihre Entrümpelungs- und Aufräumaktionen berichtet. Damit liefert sie mir nicht nur die nötige Motivation, um mich auch endlich von unnützem Kram zu trennen, sondern auch kleine Kuchenformen oder Vanilleschoten, die bei ihr aus der Wohnung fliegen. Eine Win-Win-Situation für alle!
In den nächsten Wochen und Monaten heißt es also: Stricken, Häkeln, Flechten, Knüpfen und Tatten, bis die Finger bluten. Einige Projekte habe ich mir bereits ausgesucht, aber die werde ich in einem späteren Post vorstellen.
Bis dahin!

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