Fersengeld

Manche Leute, so wie meine Kollegin Lisa, sind wahre „Sockenmaschinen“. Kaum sind die Maschen für ein neues Paar angeschlagen, wird auch schon in die Spitze geschlossen und in Nullkommanichts haben sie ihre Sockenschublade mit selbstgestrickten Exemplaren gefüllt. Aber wie ich feststellen musste, habe ich nicht nur einen Fall von Second-Sock-Syndrome, sondern bleibe schon bei der ersten hängen.

Sneakersocke ZwischenstandFür den Urlaub hatte ich mir ein kleines Sockenprojekt vorgenommen, das eigentlich schnell hätte erledigt sein sollen. Sie sollten zwar für den besten Ehemann von allen sein (immerhin Schuhgröße 44/45), allerdings sollten es auch Sneakersocken werden. Bündchen, Ferse, Fuß und fertig – das war zumindest der Plan. Doch mittlerweile stagniert die Arbeit mal wieder, was vielleicht gar nicht schlecht ist, denn so wirklich bin ich mit dem aktuellen Stand auch nicht zufrieden.

 

 

 

 

Bündchen Rippenmuster 2/2Beim Bündchen geht es schon los. Eigentlich wollte ich es umschlagen, aber im Urlaub hatte ich nur das eine Nadelspiel dabei, sodass ich die erste und letzte Runde des Bündchens nicht zusammenstricken konnte. Dann halt nachträglich annähen. Im Nachhinein hätte ich dafür wahrscheinlich noch ein paar Runden mehr im Rippenmuster stricken sollen, aber ich wollte unbedingt so schnell wie möglich mit der Ferse anfangen und nun ist das Bündchen doch ein klein wenig zu kurz, um es umzuschlagen, aber auch zu lang, um es so zu tragen. Und die Anschlagskante gefällt mir nicht wirklich. Der verschränkte deutsche Anschlag ist zwar super elastisch, aber den italienische Anschlag oder auch den Kreuzanschlag finde ich schöner.

Und dann ist da die Sache mit der Ferse. Nach Käppchen-, Zunahme- und Herzchenferse wollte ich mal wieder was Neues ausprobieren und habe mich für die Tomatenferse entschieden. Vom Prinzip her finde ich sie nicht schlecht: Mit einfachen verkürzten Reihen (ohne Doppel- oder Wickelmaschen) werden mehrere Segmente gestrickt, die sich um die Ferse legen. Um die beim Wenden entstandenen Lücken zu schließen, wird jeweils die Masche vor der Lücke mit der direkt darunter liegenden Masche aus der Vorreihe zusammengestrickt. Wenn ich für das dritte Segment nicht drei Anläufe gebraucht hätte (einmal über die falschen zwei Nadeln gestrickt, einmal eine Masche unhochstrickbar verloren), wäre ich mit der Ferse vielleicht glücklicher, aber da ja auch das Bündchen korrigiert werden muss, werde ich beim Neustricken dann auch wieder auf die Käppchenferse zurückgreifen.

Dann werde ich mich jetzt mal ans Aufribbeln machen.

Bis dahin!

Unterschrift Lena

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