Häkeln

Acht Tentakel für ein Halleluja

15. August 2016

Was gäbe es als besseren ersten Eintrag unter der neuen Blogadresse, als tatsächlich ein fertiges Projekt zu zeigen?

Claude der Kraken auf dem Klavier
Diesen traurigen Blick setzt er auf, wenn er an die Überfischung der Meere denkt. Also immer.

Auch wenn die Tentakel mit den vielen Noppen äußerst langwierig zu arbeiten waren, hätte ich fast Lust, ihn noch einmal zu häkeln, und wenn es nur ist, um ein paar Sachen besser zu machen als beim ersten Mal.

Armunterseite KrakenBei den Armoberseiten konnte ich die zu locker gehäkelten Luftmaschenketten noch aufribbeln, aber bei den Unterseiten wollte ich mir die Arbeit nicht noch einmal machen. Durch die übergroßen Luftmaschen blieben recht große Lücken, nachdem die Ketten auf beiden Seiten behäkelt wurde. Ursprünglich hatte ich vor in jeden Arm ein Strumpfhosenbein zu stecken (siehe Lupo), um die Füllwatte am austreten zu hindern, aber ich hatte nicht bedacht, wie schmal die Enden tatsächlich sind.

Aber: Volumenvlies to the Rescue! (Habe ich das schon einmal irgendwo geschrieben? Ich habe gerade ein riesiges Déja-Vu.) Aus dem Rest Volumenvlies, das ich für meine Spannmatten gekauft hatte, habe ich passende Streifen zugeschnitten, diese längs mittig gefaltet und dann als Füllmaterial verwendet.

Kraken_Arm_stopfenVolumenvlies als Füllmaterial

AugenDen todtraurigen Blick hat Claude zwei 21mm-Teddyaugen (Mitte) zu verdanken. Laut Anleitung hätten es 24mm sein müssen, aber ich habe wohl so viel fester gehäkelt, dass diese Größe vollkommen ausgereicht hat. Im Voraus hatte ich bereits halbrunde 30mm-Knöpfe (links) gekauft, die ich noch mit schwarzem Nagellack auf Hochglanz gebracht hätte. Die Teddyaugen gehören übrigens noch zu meinen Käufen aus Lübeck, die 15mm großen Exemplare (rechts) sind dann gleich noch mit im Einkaufskorb gelandet, ebenso wie die Häkelnadel aus dem Bild weiter oben.

Ehe mich diese großen dunklen Kulleraugen wegen des letzten Fischbrötchens noch weiter vorwurfsvoll angucken, werde ich mich jetzt erst einmal an das Mittagessen machen: Es gibt Kürbiscremesuppe, ganz ohne die Weltmeere zu belasten.

Bis dahin!

Unterschrift Lena

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